Der bilinguale Zug

Begriff

Bilingualer Unterricht heißt zweisprachiger Unterricht. In (mind.) einem Sachfach (bei uns Geschichte) wird der Unterricht in einer Fremdsprache (bei uns Englisch) unterrichtet.

Ziele

Unsere Welt ist geprägt vom wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenwachsen. Nationale Grenzen, insbesondere innerhalb der Europäischen Union, verlieren immer mehr an Bedeutung. Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenz entwickeln sich zunehmend zu Schlüsselqualifikationen für berufliche Qualifikation und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. So ist z.B. die „Arbeitssprache“ bei unseren internationalen COMENIUS-Projekten und beim Schüleraustausch mit den Partnerschulen in Polen, Ungarn, Italien und Norwegen Englisch. Nach einer Einschätzung von Sprachwissenschaftlern wird durch intensive Anwendung der englischen Sprache in einem anderen Sachzusammenhang mehr erreicht als durch einen nur im Umfang ausgeweiteten Englischunterricht. Deshalb sind die vorrangigsten Ziele des bilingualen Unterrichts

  • die sichere Beherrschung der englischen Sprache in Alltags-situationen, wie auch in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Politik,

  • Erleichterung eines Studiums (nicht nur im Ausland),
  • Größere berufliche Chancen in Berufszweigen mit internationalen Verbindungen.


  • Ablauf und Organisation

    Die Schüler werden in einer Klasse mit mindestens 25 und höchstens 28 Schülern zusammengefasst. Als zweite Fremdsprache ist Französisch zu wählen. In Klasse 7 wird eine zusätzliche Englischstunde durchgeführt, die auf den bilingualen Unterricht im Sachfach Geschichte ab Klasse 8 vorbereitet. Ab Klasse 8 wird schrittweise der Unterricht in Geschichte in englischer Sprache durchgeführt. Dabei haben die Schüler dann im Fach Geschichte eine Unterrichtsstunde zusätzlich.

    Fragen – Antworten

    1. Kann jedes Kind den bilingualen Zweig wählen ?
    Das Angebot richtet sich nicht nur an besonders sprachbegabte oder an Fremdsprachen interessierte Schülerinnen und Schüler. In fast allen Studiengängen, besonders auch in den Naturwissenschaften, wird die sichere Beherrschung der englischen Sprache in Wort und Schrift vorausgesetzt.

    2. Wie unterscheidet sich der Englischunterricht im bilingualen Zug vom normalen Unterricht ?
    Alle Schüler eines Jahrgangs arbeiten mit demselben Lehrbuch und verwenden auch dieselbe Zeit für die einzelnen Lektionen. Die zusätzlichen Englischstunden werden durch Lektüre, Rollenspiele und Projektarbeit gestaltet. Ferner werden Wortfelder behandelt, die eine indirekte Vorbereitung auf den späteren Geschichtsunterricht darstellen. Dies geht über die Vorgaben des Lehrplanes für den normalen Englischunterricht hinaus.

    3. Welche rechtlichen Folgen ergeben sich für die Schüler ?
    Die Lerninhalte in Geschichte sind im bilingualen Zug und im normalen Zug gleich. Neben den englischsprachigen Unterrichtsmaterialien sind die Schüler auch im Besitz deutschsprachiger Lehrbücher. Die Benotung im Geschichtsunterricht wird nach den gleichen Kriterien wie im normalen Unterricht durchgeführt, fremdsprachliche Leistungen fließen nicht ein. Der Besuch des bilingualen Zuges wird jeweils auf den Zeugnissen vermerkt.

    Ansprechpartner:
  • Schulleitung

  • Herr Dr. Behne, Frau Bögner


  • Tel.: 035752/77021
    E-Mail: gymnasium@seecampus-niederlausitz.de